Der andere Blickwinkel
Persönliche Ansichten unserer Welt- in Gedanken und Bildern.

Das Leben in Woke-Istan.

Aber die Woken tun doch nichts, oder? Doch, sie tun etwas: sie spalten aktiv und gezielt die Gesellschaft.

Beispiele

 Woke Aktivisten berichten stolz im TV, dass sie mit Gewalt nachhaltig den Eintritt in ein Theater verhindert haben, weil darin von Ihnen so genanntes 'Blackfacing' vorkommen sollte. Tatsächlich handelte es sich aber nicht um Blackfacing, erst eine woke Sprachfälschung hat dieses Färben von Gesichtern zu 'Blackfacing' gemacht. [Beim Blackfacing ging es darum, Schwarze zu verspotten und sie lächerlich zu machen. Einfaches Schwarzmalen des Gesichts ist kein Blackfacing, es so zu behandeln ist Sprachfälschung]. Das Recht Menschen zu diskriminieren und mit Gewalt vom Betreten eines Theaters abzuhalten gibt es nicht, die X* Aktivisten waren einfach kriminelle Rassisten.

Woke Schiedsrichter haben 2023 einen Spieler von einem Pokemonturnier ausgeschlossen, weil er sein 3. Pronomen nicht wusste - Vorfreude, lange Anreise, Aufwand und Kosten waren verloren, weil die Woken X* diesen Jungen rassistisch diskriminiert haben - aber natürlich in der Überzeugung, aufmerksam für rassistische Diskriminierungen zu sein.

2015 haben woke X* dafür gesorgt, dass ein Professor und Nobelpreisträger, der einen, wie die X*-Community meinte, 'falschen' Witz erzählt hat, seine Stelle verlor.

Wissenschaftler berichten von Selbstzensur und dass sie bestimmte Untersuchungen nicht mehr durchführen oder Ergebnisse nicht veröffentlichen, aus Angst ihren Job zu verlieren, weil die Untersuchung nicht den woken Erwartungen der X* Welt-Fälscher entsprächen.

Die Liste ließe sich fortsetzen. Woke Aktivisten sorgen dafür, dass Menschen ihren Job verlieren, sie verhindern Vorlesungen der 'falschen' Professoren mit nicht mehr erlaubten Inhalten; sie verhindern Diskussionsveranstaltungen, zensieren Podkasts , zwingen Menschen zum Gendern oder dazu, gegenderte Sprache anzuhören oder zu lesen; denen wird schlecht, sie erleiden Schmerzen, wenn sie diesen X* hören und sie haben Angst vor Repressionen: Eine immer größer werdende Welle gewaltbereiter woker Aktivisten zerstört das grundlegende Element unserer Demokratie: die Toleranz gegenüber Andersdenkenden. Diese woke Cancel Culture ist aus den Anfängen des Dritten Reichs bekannt, wo zunächst auch Andersdenkende mit Propaganda mundtot gemacht und gesellschaftlich erledigt wurden. Wokeismus ist nicht demokratisch legitimierte Macht, er bezwingt die Mehrheit der Bevölkerung mit der Angst vor der Macht das Mobs von der Straße, bzw. heute in den Kommentaren der sogenannten Sozialen Medien.

Eine gendernde Aktivistin wollte mal im TV beweisen, wie wichtig gendern ist, indem sie erklärte, dass das Wort 'Bürger' gar nicht eindeutig sei, da 'Bürger' im alten Griechenland nicht das gleiche bedeutete, wie heute, Frauen hätten nicht dazu gezählt. Letztlich hatte sie sich damit gleich selbst widerlegt: Sprache benötigt immer die vollständige raum-zeitliche Umgebung, um verstanden zu werden, wobei raum-zeitlich sehr umfassend gemeint ist: um Sprache zu verstehen muss der Empfänger nicht nur wissen, in welcher Sprache gesprochen wird, sondern auch wann und wo er sich befindet, mit wem er gerade spricht, über welches Thema gesprochen wird etc. Erst dann kann Sprache richtig verstanden werden. Und was sagte diese gendernde Aktivistin darum: im alten Griechenland! Das musste sie dazu sagen, denn sonst hätte man sie nicht verstanden, die raum-zeitlich-semantische Umgebung ist erforderlich und sie hatte es gerade bewiesen. Aber in Deutschland heute meint 'Bürger' alle Einwohner eines Landes. Sprache ist Vereinbarung, und falsche Vereinbarungen erzeugen Missverständnisse. Heute in Deutschland von 'Bürgern' zu sprechen meint auch ohne dieses dumme und sowieso unvollständige 'Bürgerinnen' ALLE Einwohner Deutschlands - auch die queeren. Und was sagt die toxische X* Jana Pareigis im ZDF? Bürger*Innen. Um woke zu sein braucht man keinen Verstand; ganz im Gegenteil, der schadet nur.

Ich weiß, dass es gar nicht so wenige nicht binäre Menschen gibt; wer ihnen gutes tun will sollte keine neue Sprache für sie erfinden, und dadurch extra mit dem Finger auf sie zeigen, sondern ihnen erklären, dass sie schon immer im Generischen Maskulinum adressiert wurden. Und wenn Menschen Queerness und Nonbinärität nicht wahrhaben wollten, dann lag das nicht an ihrer Sprache sondern an ihrem Denken.

Selbstbild und Realität

Woke Aktivisten, Gutmenschen, glauben weiter zu sein als der Rest. Darum glauben sie berechtigt zu sein, mit Gewalt Veränderungen der Gesellschaft zu erzwingen oder durch Propagandatricks durchzusetzen. Dazu fälschen sie nach Belieben die Sprache und erzeugen groteske Dummheiten. Eine dieser Dummheiten wird Euphemismus-Tretmühle genannt. Sie finden Menschen, die irgendein Problem haben das durch Worte beschrieben wird, wie z.B. 'Übergewicht'. In dem Glauben, den Übergewichtigen gegen diese vermeintliche Diskriminierung zu helfen, ersetzen sie das Wort 'Übergewicht' durch das Wort 'Mehrgewicht'.

Selbstverständlich ändert ein neues Wort aber nicht die Wahrnehmung der Übergewichtigkeit und nach wie vor empfindet jeder Übergewichtige wenn er angeschaut wird, das Gefühl als übergewichtig gelesen zu werden - das ist zunächst mal einfache Realität und das neue Wort ändert daran gar nichts. Es wird nicht all zu lange dauern, bis das Wort 'mehrgewichtig' als diskriminierend erkannt und durch eine weiteres neues Wort ersetzt werden muss - und so weiter; das ist die Tretmühle der Euphemismen, denn an der Realität ändern Worte ja nichts.

Das eigentliche Problem ist, dass die Abweichung von der Norm ohne Sprache und ohne Worte erkannt, und mit bestimmten Vorurteilen in Verbindung gebracht wird - und die Vorurteile sind ja statistisch auch oft richtig, denn Vorurteile betreffen immer Erwartungen an den Durchschnitt, das was als normal angesehen wird. Darum gibt es jetzt schon die Idee, das Wort 'normal' abzuschaffen - mir wird schwindelig.

Feinde

Natürlich brauchen die Woken auch einen Feind, dem sie die Schuld an all den gefundenen - vermeintlichen wie auch tatsächlichen - Diskriminierungen geben können: der Feind ist der alte weiße Mann, oder kurz: das Patriarchat. Das Patriarchat steckt natürlich in jedem Mann, wie ja auch jeder Mann von der Unterdrückung der Frau profitiert, aber der Kern ist die Elite der alten, weißen Männer, die uneinnehmbar die Schaltstellen der Macht besetzt haben und dort Unheil anrichten, so wie die Merkel und die Thatcher.

Das alles ist ein psychologischer Trick, mit dem sich einfach gestrickte Menschen  selbst erhöhen und eine Bedeutung geben können: sie erklären sich selbst - persönlich, oder auch innerhalb ihrer Blase gegenseitig - zu den Wissenden, den Auserwählten, zu den besonders Klugen, die bereit sind für die gute Sache - hier auch schon mal die Rettung der Welt - große Opfer auf sich zu nehmen. Nur dass die anfangs vielleicht gute Absicht, jetzt zu totalem Realitätsverlust geführt hat: die Welt, die sie bekämpfen, ist nicht die Welt, in der wir alle leben; es ist die Welt, die sie in ihren Albträumen selbst erfunden haben, um dann als Helden die Bühne betreten zu können.

Und wenn man das jetzt mal alles zusammen nimmt, hat man eine wunderbare Verschwörungstheorie: Wer sich für woke hält glaubt an eine Verschwörung alter weißer Männer, die Frauen, Farbige und andere noch zu bestimmende Minderheiten unterdrückt und versklavt. Er hält sich für klüger als den Rest der Welt, weil er das erkannt zu haben glaubt. Und aus dieser Überzeugung leitet der Woke das Recht ab, mit Gewalt gegen die Gesellschaft vorgehen zu dürfen. Und was der Eine oder Andere gerne verdrängen möchte: Gewalt kann auch sprachlich ausgeübt werden; oder indem man jemandem den Durchgang versperrt oder ihn an der Weiterfahrt hindert.

Zum Schluss noch eine Anmerkung: Es gibt immer wieder pseudo-Intellektuelle, die meinen, in Deutschland dürfe alles gesagt werden - was sie damit zu beweisen versuchen, dass irgendjemand sogar sagen dürfe, dass man nicht mehr alles sagen kann. Und dann fügen sie gerne noch hinzu, dass diese Leute ja nur keine widersprechenden Antworten hören wollten. Die unerhörte Dummheit, der diese selbsternannten Klugscheißer erliegen ist anzunehmen, dass sagen zu dürfen, dass man nicht mehr alles sagen darf, ausreicht als Beweis, alles sagen zu dürfen; und so zu tun, als gebe es nur gesetzliche Zwänge, aber keine sonstigen: Wer nicht mehr Bauarbeiter schreiben darf ohne Angst um seinen Arbeitsplatz haben zu müssen, der darf wohl nicht alles sagen, in diesem ehemals freien Land.

Resümee

Woke definieren das Wort 'gut' neu und erklären sich dann selbst zu den Guten. Sie diskriminieren dabei die Mehrheit, was sie ignorieren. Sie richten mehr Schaden an, als Gutes zu tun.

Meinungsfreiheit

X* ist 'Die gerade noch zulässige und erlaubte Meinungsäußerung'.

Stand 22.03.2025